Tipps für eine Umschulung zum Industriekaufmann

Ein Industriekaufmann ist in beinahe jedem Unternehmen verschiedenster Fachrichtungen, wie in die Branchen der Automobile, Elektronik, Textile oder Lebensmittel, tätig. Daher lohnt die Umschulung zum Industriekaufmann, will man einen zukunfts- und krisensicheren Job erlernen. Die Tätigkeiten greifen tief in die betriebswirtschaftlichen Verantwortungsbereiche eines jeden Unternehmens wie in die Materialwirtschaft, Vertrieb und Marketing, Personal sowie Finanz- und Rechnungswesen.

  • Ausbildung und Umschulung. Die konventionelle Ausbildung zum Industriekaufmann dauert drei Jahre und ist in drei Blöcke aufgeteilt. Für eine Umschulung werden etwaige Vorkenntnisse und bereits erworbene Fähigkeiten angerechnet, wodurch sich die Umschulung zur Industriekauffrau auf zwei Jahre verkürzen kann. Entscheidend dabei ist, wie tiefgreifend und aktuell die bereits erworbenen Kompetenzen, beispielsweise aus der Erstausbildung, sind.
  • Inhalte der Umschulung zum Industriekaufmann. Während der Umschulung zum Industriekaufmann wird den Umschülern sowohl theoretisches Wissen an Schulen als auch praktische Methoden im Ausbildungsbetrieb vermittelt. Dazu zählen die typisch betriebswirtschaftlichen Bereiche wie Leistungsabrechnung, Bilanzen, Marketing und Personal, aber auch fachverwandte Bereiche wie aus dem Juristischen.
  • Finanzielle Faktoren. Während der stringenten Umschulung zum Industriekaufmann kann man keine pauschale Vergütung nennen, da sich diese an den jeweiligen Vorkenntnissen errechnet. Allerdings können die Vergütungen aus der herkömmlichen Ausbildung als Orientierungshilfe dienen. So verdienen laut Bundesagentur für Arbeit Auszubildende durchschnittlich zwischen 718 Euro (1. Lehrjahr) und 898 Euro (3. Lehrjahr). Wird die Ausbildung vollzeitlich an einer Schule absolviert, wird keine Vergütung bezahlt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann aber BAföG beantragt werden.
  • Abschluss nach der Umschulung zur Industriekauffrau. Zur Prüfung werden die Schüler zugelassen, die alle obligatorischen Ausbildungsnachweise schriftlich vorlegen können. Ausnahmen bestätigen die Regel, denn zugelassen werden auch Bewerber, die wenigstens das Eineinhalbfache der Ausbildungszeit in dem Beruf tätig waren, in welchem sie die Prüfung ablegen wollen. Deshalb sollte man sich unbedingt jede berufliche Erfahrung zertifizieren oder zumindest im Arbeitszeugnis aufführen lassen.
  • Ablauf der Prüfung. Am Ende der Umschulung zum Industriekaufmann steht ein viergliedrige schriftliche Prüfung in den Bereichen Geschäftsprozesse, kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Die Teilprüfungen dauern zwischen 60 und 180 Minuten, wobei die gesamte Abschlussprüfung mit dem 30-minütigen Kolloquium beendet wird. Sollte man zwei der schriftlichen Prüfungen nicht bestehen, kann eine zusätzliche mündliche Prüfung angeordnet werden, um dem Prüfling noch eine Chance zu geben.
  • Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Nach der Umschulung zum Industriekaufmann stehen die Chancen nicht schlecht, da fast jedes Unternehmen auf das Berufsbild des Industriekaufmannes angewiesen ist. Durch weitere Zusatzqualifikationen, wie Lehrgänge und Seminare, kann der Industriekaufmann seine Chancen auf einen Job exponentiell erhöhen. Wertvolle Informationen und Adressen zu den Ausbildungsorten gibt es auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit.


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